Was sich geändert hat
Alle haben inzwischen AI im Werkzeugkasten. Das meiste davon schreibt E-Mails und fasst Meetings zusammen. Uns hat interessiert, was passiert, wenn man AI auf die eigentliche Beratungsarbeit richtet - Solution Architecture, Projektplanung, ServiceNow Capability Mapping. Die Art von Output, die ein Lenkungsausschuss liest.
Ein Paket, das einen Solution Architect früher eine volle Woche beschäftigt hat, passt jetzt in einen einzigen Arbeitstag. Die Entscheidungen bleiben beim Berater. Das Tippen nicht.
Wie es in der Praxis funktioniert
Ein aktuelles Pre-Sales-Engagement hat den Ansatz konkret gemacht. Die Aufgabe: ein vollständiges Lösungspaket für eine Kombination aus ServiceNow Customer Service Management (CSM) und Field Service Management (FSM) bauen, um die täglichen Herausforderungen eines Herstellers zu lösen - Capability Map, Architektur, Projektplan, Referenz-Pitch-Deck, Kriterienkatalog.
Drei Grundsätze haben die Arbeit geleitet:
Der Berater bereitet den Boden. Bevor die AI irgendetwas sieht, fließen 45 Minuten in das Bereinigen, Strukturieren und - vor allem - das Entfernen aller identifizierenden Kundendaten aus dem Quellmaterial. Keine Firmennamen, keine kommerziellen Zahlen, keine Systemnamen, die sich zurückverfolgen ließen. Das ist nicht optional. ISO 27001 ist Teil unserer DNA, und das schließt den Umgang mit AI-Werkzeugen ein.
Die AI arbeitet mit echter Dokumentation, nicht aus dem Gedächtnis. Statt sich auf allgemeines Trainingswissen zu stützen, laden wir kuratierte ServiceNow-Produktdokumentation als lokale Markdown-Dateien in den Kontext der AI. Jede Capability-Aussage, jede Modul-Referenz, jede Workflow-Komponente ist in ServiceNows eigener publizierter Dokumentation verankert. Das Ergebnis liest sich, als hätte jemand an diesem Morgen die gesamte Produktbibliothek studiert - weil das in gewisser Weise auch der Fall war.
Capability Map | Solution Architecture | Projektplan (Gantt-Stil) | Referenz-Pitch-Deck (22+ Folien) | Ausgefüllter Kriterienkatalog - geliefert in unter einem Arbeitstag.
Senior-Urteil bestimmt jeden Output. Die AI entwirft. Der Berater entscheidet. Es ist wie ein Gespräch. Und jede Modulwahl, jede Scope-Entscheidung, jedes Out-of-the-Box vs. Customizing - das bleibt menschlich. Was sich ändert: Der Berater hat jetzt Zeit, das Paket als Ganzes zu iterieren - statt den ersten Entwurf gegen die Uhr zu schicken und mehrere Versionen zu verwalten, die leicht durcheinander geraten.
Was das für unsere Kunden bedeutet
Die Deliverables bleiben die gleichen. Die Qualität bleibt gleich hoch. Was sich ändert: Ein Senior-Berater kann jetzt mehr Zeit in die Teile investieren, die wirklich Erfahrung brauchen - die Situation des Kunden verstehen, Annahmen hinterfragen, die Architektur verfeinern - und weniger Zeit damit verbringen, die Dokumente zu produzieren, die diese Entscheidungen transportieren.
Handwerk statt Komplexität. Jetzt mit einem schnelleren Stift.